Beim Teambuilding in der Schmiede geht es mit Sicherheit „heiß her“. Gilt es doch, vor offenem Feuer eine der urältesten Formen der Handwerkskunst mit eigenen Händen zu erleben. Hitze, Hämmern, Rhythmus, harte körperliche Arbeit – Schmieden ist eine Tätigkeit, die ein intensives Erlebnis jenseits von Schreibtisch und PC verspricht und die außerdem dazu geeignet ist, komplexe Arbeitsschritte, Kooperationsmöglichkeiten und Lösungskompetenz sichtbar zu machen. Ungefähr 1200 Grad Celsius muss der Stahl heiß werden, damit er sich nach den Vorstellungen der beteiligten Teammitglieder formen lässt. Genau darum geht es bei diesem Teambuilding Workshop.
Die Teilnehmer bekommen die Aufgabe, eine Skulptur aus verschiedenen Teilen zusammenzuschweißen. Ausgestattet mit Schutzschürzen gibt der Schmiedemeister eine Einführung, wie der Stahl mit gezielten Schlägen in die gewünschte Form gebracht wird. Blasebalg, Feuer, Amboss und Hammer, alle Werkzeuge und Schritte des Schmiedeprozesses werden genauestens erklärt. Während des Events ist der Schmiedemeister natürlich stets zur Stelle, um den Hobbyschmieden Hilfestellung zu leisten.
Der erste Schritt bei der Erstellung der Skulptur ist gleichzeitig einer der komplexesten. Wer übernimmt welchen Part? Wer kümmert sich beispielsweise um den Sockel aus Gasbeton oder Speckstein, der die Skulptur später tragen soll? Können alle gleichzeitig schmieden oder muss der Arbeitsprozess kleinschrittig organisiert werden? Wer fängt an, wer führt die Arbeit fort? Schnell wird klar, dass es ohne Kommunikation, gezielte Absprachen und eine gute Verteilung der Rollen nicht geht. Damit die spätere Skulptur stabil ist und die Teile sich gut zusammenfügen, müssen sich die Teammitglieder bei jedem Arbeitsschritt über das jeweilige Aussehen der Einzelteile verständigen. Jeder trägt ganz anschaulich seinen Teil zum Gesamtprojekt bei. Es gilt, ganz wortwörtlich, gute „Pläne zu schmieden“. Hieran zeigt sich schnell, wer für Planungen dieser Art Talent besitzt und wie kooperatives Zusammenwirken anhand praktischer Aufgaben funktioniert. Teambuilding Prozesse werden so transparent und nachvollziehbar. Jedes Teammitglied kann seine individuelle Rolle reflektieren, Erfolgsfaktoren und Hemmnisse für sich abklären.
Eine Supervision durch einen unabhängigen Trainer, der die Teams im Blick behält, kann weitere Erkenntnisse bringen. Der Trainer beobachtet, wie sich Einzelne bewähren, welche Rollen sie anstreben und wie sie interagieren. Später bespricht er diese mit dem Team. So lassen sich Erkenntnisse gewinnen, die später erfolgreich in den Unternehmensalltag integriert werden können. Und der Skulptur ist sicherlich auch ein Ehrenplatz im heimatlichen Unternehmen sicher.